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Die Katastrophe der Costa Concordia |
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Dienstag, den 17. Januar 2012 um 14:07 Uhr |
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Als ich die ersten Meldungen über die Havarie der Costa Concordia hörte, dachte ich, dass es sich um einen "kleinen Unfall" handelt. Das Ausmaß der Katastrophe wurde mir erst bewusst, als ich die ersten Liveübertragungen sah. Vor 5 Jahren buchte ich eine Reise mit dem Schwesternschiff "Costa Magica". Die Costa Magica war bis Mitte 2006 das Flaggschiff der Costalinie - danach wurde es die Costa Concordia. Die Costa Concordia ist etwas länger und breiter als die Costa Costa Magica. Der erste Eindruck von diesem Schiff war gigantisch - es war ein schwimmender Palast.
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Ich kann mich noch sehr gut an die "Rettungsübung" erinnern. Um ca. 10.00 Uhr dröhnten die Sirenen. Die Rettungsweste war für mich ein kleines Handycap - es dauerte eine Weile, bis ich sie richtig übergestreift habe und dann ging die Suche nach dem richtigen Treffpunkt los - das dauerte auch eine Weile. Das lag an meinem schlechten Orientierungssinn und an der gewaltigen Größe des Schiffes: 13 Decks! Selbst nach einer Woche landete ich z.B. auf dem Carvaggio-Deck, obwohl ich zum Veronese Deck wollte. Bei der Rettungsübung erging es den anderen Passagieren auch nicht besser - jeder suchte nach dem richtigen Sammeltreffpunkt und zum Schluß überwog der Herdentrieb - man lief einfach den anderen Passagieren hinterher.
Am Sammelplatz endlich angekommen, musterten sich erstmal die umstehenden Reisenden. Dazu hatte man auch reichlich Zeit - es wurde jede Kabinennummer aufgerufen. Der Rettungsübung fernbleiben war nicht möglich - hier verstand die Crew keinen Spaß. Ich empfand die Rettungsübung trotz meines Umherirrens als sehr straff organisiert. Aber was eine Übung wert ist, sieht man im Ernstfall. Von Organisation keine Spur - Lt. Aussagen der Passagiere von der Costa Concordia war die Evakuierung ein Chaos. Über den Unfallhergang gibt es unterschiedliche Aussagen. Es gab einen "Ruck" und innerhalb kurzer Zeit neigte sich das Schiff. Teller rutschen von den Tischen, Gegenstände flogen kreuz und quer durch die Gegend - es brach Panik aus. Die Havarie des Schiffkolosses mit einem Felsen schlitzte einen ca. 70 Meter langen Riss in den Rumpf. Innerhalb kurzer Zeit strömten gewaltige Wassermassen in den Schiffsrumpf.
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